Sonntag, 22. März 2009

Alternative Energien erobern Mobilfunk

Grüne" Agenden gewinnen in Branche langsam an Fahrt

Solarzellen am Handy "Blue Earth" - ein "grüner" Anfang, aber allein nicht genug (Foto: samsung.com)
Ökostrom und andere "grüne" Agenden gewinnen im Mobilfunkmarkt zweifellos an Bedeutung, so das Marktforschungsunternehmen ABI Research. Die Zahl der Basisstationen, die zumindest teilweise auf alternative Energien setzen, werde dieses Jahr wohl 800.000 überschreiten. Annähernd 70 Mio. Handys dürften 2009 korrekt entsorgt oder recycelt werden. Auch die Vorstellung solarbetriebener Handys auf dem Mobile World Congress sei richtungsweisend gewesen, so ABI anlässlich der Vorstellung seines "Clean Telecoms Research Service". Dass die Mobilfunkindustrie in Umwelt- und Energiefragen Fortschritte macht, bestätigt auch Greenpeace. "Allerdings bewegt sie sich langsam und ist anfällig für Marketing-Hype rund um 'grüne' Nischenprodukte", betont Tom Dowdall, Koordinator der "Greener Electronics"-Kampagne, gegenüber pressetext.

"Dem würde ich zwar tendenziell zustimmen, doch gewinnt das ganze an Schwung. Noch im letzten Jahr gab es auf dem Mobile World Congress nichts", meint Stuart Carlaw, ABI Vice President und Chief Research Officer.
"Man kann den Markt so charakterisieren, dass sich das Gerätesegment langsam, doch der Infrastrukturbereich schnell bewegt", meint Carlaw. Von den 800.000 Sendestationen, die alternative Energien nutzen, kombiniert die überwiegende Mehrheit derzeit noch Wind- oder Solarenergie mit Batterien oder Dieselgeneratoren. Solche Ansätze sind nicht zuletzt in neuen Märkten verbreitet. " Autonome Stationen, die nur Solar- oder Windenergie nutzen, wird es dieses Jahr 700 bis 800 geben", sagt der ABI-Analyst. Doch die Tendenz ist steigend.