Deutschland-Chef sieht keinen Abschwung sowie Boom bei Notebooks
"Die Umsatzsteigerungen lassen sich vor allem auf die nach wie vor ungebremste Nachfrage nach immer leistungsfähigeren Chips erklären. Dass Intel dadurch einen Gewinn verzeichnen kann, hat aber auch mit internen Effizienzsteigerungen zu tun. Erst wenn Geld in den Bereich Forschung und Entwicklung gesteckt wird, entstehen neue Technologien", erklärt Schwaderer auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Manager besitzt Intel die Technologieführerschaft im Chip-Segment. Da die Notebook-Nachfrage boomt und sich nach wie vor als Treiber etabliert hat, sieht sich Schwaderer in den neu entwickelten Fertigungstechnologien im 45-Nanometer-Bereich bestätigt. Trotz des Wachstums zeigt sich Intel-Präsident und -CEO Paul Otellini in Bezug auf die Prognostizierbarkeit der Finanzkrise skeptisch. "Die Auswirkungen auf das vierte Quartal 2008 sowie auf das Verbraucherverhalten sind schwer abzuschätzen." So sieht man sich gewappnet, die Mitbewerber mit einem "starken Produktportfolio" zu übertreffen. Die Unsicherheit auf den globalen Handelsparketten belastet jedoch die Technologiebranche. Seit der Verschärfung der Finanzkrise Anfang September hat die Intel-Aktie rund ein Drittel ihres Werts verloren - damit wurden rund 37 Mrd. Dollar Börsenwert vernichtet. "Zwar ist diese Entwicklung nicht erfreulich, dennoch ist Intel längst nicht das einzige Unternehmen, das mit diesem Problem zu kämpfen hat. Da die Skepsis an den Börsen-Technologiemärkten gewachsen ist, muss der Aktienkursverfall eher als Kollektivstrafe gesehen werden", erläutert Schwaderer weiter. Intel rechnet für das laufende Schlussquartal mit einem Umsatz zwischen 10,1 und 10,9 Mrd. Dollar, wodurch das Intel-Papier nachbörslich um 3,6 Prozent zulegen konnte. Obwohl Konkurrent IBM vergangene Woche einen hohen Gewinnanstieg verzeichnet hat und auch der Aktienkurs von Rivale AMD um 5,4 Prozent anstieg, belasten SAP und Dell. Analysten hatten vor einem Auftragsschwund sowie verlangsamtem Umsatzanstieg gewarnt. In Deutschland sieht sich Schwaderer für das kommende Weihnachtsgeschäft gut aufgestellt. "Derzeit sehe ich beim Konsum hierzulande keine Anzeichen für einen Abschwung. Zudem sind die Arbeitslosenzahlen niedrig und PCs bzw. Notebooks längst keine Luxusgüter mehr", unterstreicht Schwaderer. Angesichts der Wachstumsentwicklung erwartet das Unternehmen bis Jahresende, dass die Investitionen in Anlagen fünf Mrd. Dollar plus oder minus 100 Mio. Dollar betragen werden. In den bisherigen Erwartungen war man noch von 5,2 Mrd. Dollar plus oder minus 200 Mio. Dollar ausgegangen. Im vierten Quartal rechnet Intel damit, dass sich die Umstrukturierungskosten sowie Anlagenabschreibungen auf rund 250 Mio. Dollar belaufen werden. Diese erwarteten Kosten sind laut Intel vor allem durch die Entscheidung verursacht, zusammen mit Micron die Herstellung von NAND-Flash-Memory-Produkten in einer 200mm-Fabrik innerhalb des sogenannten IMFT-Fertigungsnetzwerks einzustellen. | |||||
Elektronik, Computer, Laptop, Kamera und digitale Fotoapparte im Blogtest auf Elektronik Blogspot
Mittwoch, 15. Oktober 2008
"Trotz Finanzkrise Erwartungen erfüllt"
Labels:
chips,
Deutschland,
Elektronik,
IBM,
Intel,
Speicherchips
| Reaktionen: |
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen